18.7.21 Auch kleine Dinge zählen

Guten Morgen zusammen,

ich hoffe Ihr könnt Euren Sonntag genießen ohne all zu sehr von den Wassermassen getroffen worden zu sein. Es ist wirklich schrecklich, was einige da erleben und welche Verluste sie ertragen müssen. Bei uns ist alles wie immer. Hier gab es auch noch nie Hochwasser, vielleicht liegt es daran, dass wir auf dem Berg liegen und kein Bach durchs Ort fließt. Ich weiß es nicht. Man sollte sich wirklich gut überlegen, ob man seinen Lebensabend wirklich am Wasser verbringen möchte. Ich liebe Wasser, bin aber froh dort nicht zu leben, dafür hatten wir hier schon einen echten Tornado, der alles abgeholzt hat als wären es Streichhölzer und Schnee ohne Ende. Auf jeden Fall wünsche ich Euch alles erdenklich gute, auch wenn Euch das nicht wirklich hilft. Aber zumindest spenden konnte ich etwas, das habe ich damals beim Hochwasser im Osten auch getan. Damals habe ich die Aufräumarbeiten sogar mitbekommen, da wir in dem Jahr in Alt Schwerin an der Müritz im Urlaub waren. Unfassbar, was Naturgewalten anrichten können. Ich vermute ganz stark, dass sowas leider noch öfter geschieht. Wir waren nicht gerade nett zur Umwelt in den letzten Jahren, aber teils war der Fortschritt wichtig für uns. Immerhin sind Licht, Heizung und der Kühlschrank heute nicht mehr wegzudenken. Über die Konsequenz hat kein Verantwortlicher damals nachgedacht. Erst sollte alles aus Plastik sein, jetzt soll es wieder weg.

Ich bin zwar kein extremer Umweltschützer und werde mir im Leben kein E-Auto anschaffen, da ich echt zu geizig bin sooo viel Geld für ein Fahrzeug hinzulegen, egal ob E-Auto oder Benziner. Ich werde es aber auch nicht unbedingt müssen, denn 2035 wenn es nur noch e-Autos geben soll, bin ich 63 und habe schon 47 Dienstjahre hinter mir, könnte also einfach in Rente oder Teilzeit gehen. Und für kurze Wege reicht unser Buje, dass einen abholt und wieder heim fährt. Natürlich alles in E nicht Benziner. Oder ich kaufe mir ein E-Bike, dass bis dahin vielleicht günstiger ist, als heute. Irgendeine Möglichkeit gibt es schon.

Kleine Dinge tu ich dann aber schon. Ich kaufe nicht alle 2 Jahre ein neues Handy, ich esse Fleisch, aber nicht in der täglichen Billigversion, sondern seltener aber dafür gutes Fleisch von unserem Metzger im Nachbarort. Ich benutze ein Stück Seife zum Händewaschen statt Flüssige. Zum duschen gefällt mir das ehrlich gesagt nicht und ich benutze kein Deo Spray sondern Roller……Da gäbe es jetzt Unmengen Beispiele, aber es sind nur kleine Dinge, die ich gut umsetzen kann. Mit Gewalt Vegetarier werden ist nicht meine Art. Auch Veggie-Fleisch kommt mir nicht ins Haus, denn entweder habe ich Lust auf Veggie, dann esse ich echtes Gemüse oder auf Fleisch, dann esse ich ein gutes Stück vom Metzger.

Ja, ich benutze mein Auto für alle Wege, weil es hier keine richtige Busverbindung gibt, bzw. man dann noch 1km runter zur Schnellstraße an die Haltestelle laufen muss und nachher wieder hoch😓Das mag mit 20 oder 30 egal sein(mir war sowas früher egal), aber mit 50 oder 80 ist es das nicht. Deshalb stehe ich dazu, gerne Auto zu fahren. Hier muss man sogar fürs Brötchen oder die Bild Zeitung erstmal 3 km über die Schnellstraße fahren, zu fuß bekommt man den allerwertesten abgefahren😂. Nicht jeder mag Online Zeitungen, nicht jeder hat technisches Verständnis. Die heutige ältere Generation zumindest teilweise nicht. Ich kann von meinem Vater oder Mann nicht verlangen, alles online zu machen und das will ich auch nicht. Nicht für die Umwelt. Denn für sie wäre das unverständlich, eine völlig fremde Welt. Also lese ich zu 90% meine Bücher als E-Books, das ist nämlich auch Umweltschonend.

Wir heizen nicht mit Öl, sondern haben Photovoltaik und Erdwärme im Haus eingebaut, was eine tolle Sache ist und bestimmt mehr für die Umwelt tut, als alle da oben die da so toll predigen viel für die Umwelt zu tun, solange sie mit Handy und Flugzeug durch die Gegend reisen. Fliegen tu ich schon lange nicht mehr, nicht, weil die Umwelt schaden nimmt, sondern weil Deutschland auch schön ist, das Ausland insbesondere die USA kenne ich zur genüge und habe kein Fernweh mehr.

Was ich damit sagen möchte, es sind die kleinen Dinge die jeder tun kann und genauso wichtig sind, wie große Dinge. Ob er nun nur noch 1 mal die Woche Fleisch isst, statt 3 mal oder ob er keine Kosmetik in Flaschen mehr kauft, oder nicht mehr fliegt. Die Möglichkeiten sind grenzenlos, man sollte es aber nicht so übertreiben, dass es nicht umsetzbar ist .

Auch diese Anschuldigungen der Jugend den älteren gegenüber, dass sie bzw. wir schuld seien finde ich etwas daneben. Es mag einerseits ja stimmen, trotzdem genießt jeder Strom und Wasser aus der Leitung, statt Holz, Kohle und Brunnen(obwohl ich auch noch einen im Garten habe zum gießen), das sollte auch bedacht werden. Und dass es damals keine andere Möglichkeit gab Umweltschonend Fortschrittlich zu werden. Ich finde einfach, man muss es immer von zwei Seiten sehen und jeder Jugendliche hat es selber in der Hand ein guter Schüler zu sein und dann einen Beruf zu erlernen in dem er was für die Umwelt tut. Jeder von uns leistet auf seine Weise seinen Beitrag. Wenn eine gewisse junge Dame um die es mittlerweile sehr still geworden ist, mit dem Segelboot übers Meer schippert um von a nach b zu kommen, muss Frau M. von nebenan das nicht auch tun, stattdessen fährt sie täglich mit dem Rad zur Arbeit. Vor allem, wir schalten Kernkraft ab und die Nachbarn blasen die Chemie in den Himmel. Es müsste was gesamtes passieren, nicht nur bei uns und dann auch ganz oben, damit man auch eine Wirkung erlebt.

Aber, solange unsere Umwelt auf der Kippe steht, wird es immer wieder Umwelt- Katastrophen wie das Hochwasser geben. Ich glaube, jeder tut schon längst was dafür ohne es zu wissen, dass es sich verbessert. Aber ganz reicht es eben noch nicht.

Nun habt einen schönen Tag und gebt kleinen Dingen genauso viel Gewicht wie großen

3 Antworten auf “18.7.21 Auch kleine Dinge zählen”

      1. Bei uns ist nur ein wenig Regenwasser unter der Kellertür durchgelaufen und hat sich den direkten Weg zum Gulli im Wäschekeller gesucht. Das bisschen Dreck war schnell weggefegt. 😉
        Wenn ich mich jetzt über verregneten Pflanzen aufregen würde, wäre das eine Unverschämtheit denen gegenüber, die Leben, Hab und Gut durch die Überflutungen verloren haben 😱 Ich bin im Gedanken bei den Betroffenen Familien 🙏
        🌈😘😎

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